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	<title>Geburtsberichte | Natürlich entwickeln</title>
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		<title>Kaiserschnitt nach Einleitungsversuch</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 08:19:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geburtsberichte]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Kaiserschnitt nach Einleitungsversuch</h1>
<h2>Beginnen wir wenige Tage vor der Geburt meines Sohnes.</h2>
<p>Ich hatte einfach keine Lust mehr – alles tat mir weh, Wasser überall, Restless Legs, die Symphyse ließ mich bei jedem Schritt zusammenzucken. Also holte ich mir von meiner Hebamme Ideen und Tipps, wie ich den kleinen eventuell überreden könnte, sich auf den Weg zu machen. Also standen einige Dinge an der Tagesordnung: Warm baden, Akupunktur, Ut-Öl-Massage, hie und da eine Prise Zimt im essen und sogar Nelkenöltampons. Aber was soll ich sagen, nichts davon half. Eine knappe Woche mit alldem verging, aber all das frustrierte mich zunehmend, also ließ ich es sein und beschloss, mich zu entspannen. Tja, was soll ich sagen, ab dem Entschluss waren es nur noch ein oder zwei Tage bis zum Geburtsbeginn!</p>
<h2>Freitag, 19.07.2019</h2>
<p>Am Mittag hatte ich einen CTG-Termin beim Gynäkologen. Alles war wie immer, das CTG lief, ich wartete. Nur eine einzige Sache war diesmal anders: Mein kleiner Bauchbewohner schien ausgesprochen ruhig zu sein, es gab keine wirklichen Höhen und Tiefen in seiner Herz-Linie. Also baten mich die Arzthelferinnen ein Glas kaltes Wasser zu trinken und den Kleinen ein wenig zu ärgern. Das brachte seine erhoffte Wirkung und er schien zu erwachen, gut sichtbar auf der nun etwas weiter ausschlagenden Linie auf dem Papier. Die zweite Linie – die für die Wehen – zeigte sich genauso regungslos wie immer. Nicht eine einzige kleine Welle, nichts.<br />Nach dem CTG ging ich noch ins Arztzimmer, wo ich wie immer nach Beschwerden gefragt wurde. Ich verneinte (jedenfalls nichts, was ich nicht schon bei den letzten Besuchen angemerkt hatte). Tatsächlich aber gab es eine kleine Beschwerde. Nicht hübsch, aber eben die Wahrheit: Ich fühlte mich seit einigen Tagen ziemlich nass „da unten“. Das hatte ich schon beim Mal davor angemerkt, woraufhin der Arzt nachsah und es als normal und nicht bedenklich befand. Also verkniff ich mir Weiteres mosern darüber.<br />Am Nachmittag, nach dem Termin, traf ich mich noch mit einer Freundin auf eine Tasse Tee. Sie hatte zu dem Zeitpunkt bereits einen 10 Monate alten Sohn und kannte daher die ganzen Schwangerschaftswehwehchen. Nach gut einer halben Stunde entschuldigte ich mich kurz und ging ins Bad, um die Nässe „Down Under“ wegzuwischen. Das ging so nun etwa im 10-Minuten-Takt, was meine Freundin etwas stutzig machte.<br />„Ich meine, dass der Ausfluss etwas mehr wird, weiß ich noch… Aber SO sehr? Sicher, dass es kein Fruchtwasser ist?“<br />„Naja, ich hab den Arzt vorgestern gefragt, er sagte, alles sei okay. Aber jetzt, wo du’s sagst, so arg war es da auch noch nicht. So schlimm ist es erst seit vorhin.“<br />„Aber fühlt es sich denn konsistenztechnisch an wie immer?“<br />„Keine Ahnung, da hab ich nicht drauf geachtet bisher… Warte mal.“<br />Ich ging noch einmal kurz ins Bad und befasste mich etwas näher damit. Eine klare Flüssigkeit, vom Gefühl zwischen den Fingern her etwa wie Wasser. Also nicht wie immer! Leicht verunsichert erzählte ich meiner Freundin davon und beschloss, in die Klinik zu fahren und einen Test machen zu lassen.<br />Auf dem Weg dorthin rief ich meinen Freund an und bat ihn, sich bereitzuhalten für den Fall, dass der Test positiv ist. Als nächstes rief ich meine Schwester an. Sie sollte mich als Doula und Fotografin bei der Geburt begleiten und hatte noch vier Stunden Autofahrt vor sich bis zu mir.<br />In der Klinik angekommen informierte ich die diensthabende Hebamme über mein Anliegen und sie brachte mich daraufhin zum CTG.<br />„Und was ist, wenn der Fruchtwassertest gleich positiv ist?“<br />„Na dann bleiben Sie eben hier.“<br />„Das ist aber nicht die Klinik, in der ich entbinden möchte…“<br />„Tja. Sie werden sehen, wenn der Test das sagt, dann wird es die Klinik sein, in der Sie entbinden!“<br />Na bravo. Nun kroch mir ein leiser Anflug von Panik den Nacken hinauf. Diese Klinik hier war für mich so ungefähr worst case! Aber es war eben die Nächstgelegene, daher war ich für den Test hergefahren.<br />Ich versuchte mich zu beruhigen und wartete das CTG ab. Wieder keine einzige Welle, wieder ein enorm ruhiges Baby. Die Schwester brachte mir ein Tuch mit Orangenöl drauf und sagte, ich solle daran riechen. Als ich das tat wurden nach kurzer Zeit die Herztöne des Babys wacher. Die Schwester war zufrieden und schickte mich in ein Arztzimmer. Die Ärztin, die mich untersuchte, war sehr freundlich, also traute ich mich zu fragen, was denn nun ist, wenn ich nicht hier entbinden möchte.<br />„Das ist kein Gefängnis. Wir können Sie nicht zwingen zu bleiben. Ich bringe Ihnen dann ein Formular, das Sie unterschreiben und dann fahren Sie in Ihre Wunschklinik.“<br />Erleichterung.<br />Die Ärztin machte einen Fruchtwassertest, der tatsächlich positiv war. Ich hatte also einen Riss in der Fruchtblase. Sofort nachdem ich das Entlassungsformular unterschrieben hatte, gab ich meinem Freund und meiner Schwester Bescheid.<br />Dann fuhr ich nach Hause, ging duschen und kontrollierte noch einmal die Kliniktasche. Mein Freund überredete mich, noch etwas zu essen und wir einigten uns darauf, dass wir gegen 21:00 Uhr losfahren würden in die Klinik.<br />Auf dem Weg dorthin hatte ich immer mal wieder ein leichtes Ziehen im Bauch, was ich aber kaum wahrnahm. Als wir ankamen wurde als erstes ein CTG geschrieben, das auch tatsächlich ganz regelmäßig alle fünf Minuten eine Welle aufzeichnete. Meine Freude wuchs.<br />Nach 30 Minuten folgte dann eine Muttermundkontrolle und ein erneuter Fruchtwassertest. Der Muttermund war bei 1cm, also genauso, wie auch schon die letzten zwei Wochen. Ich muss sagen, das enttäuschte mich ein wenig. Der Fruchtwassertest war – oh Wunder – wieder positiv. Übrigens ist das ein guter Zeitpunkt, um zu erwähnen, dass es nicht wie im Film einmal *platsch* machen muss und dann fertig. Nein, ich hatte einen hohen Riss in der Fruchtblase, also ging immer nur ein kleines bisschen Fruchtwasser ab und ich tröpfelte vor mich hin, wie ein undichter Wasserhahn. Eher so mittelangenehm.<br />Als nächstes wollte mir die Ärztin einen Venenzugang legen, was ich verneinte. Ich hatte bereits vor einigen Wochen ausdrücklich in meinen Geburtsplan geschrieben, dass ich keinen Zugang wollte. Aber die Ärztin redete mir ins Gewissen, da ein Blasenriss immer ein Infektionsrisiko mit sich bringt und da sollte man schon prophylaktisch Antibiotika über die Vene geben. Ich gab sehr widerwillig nach und ließ sie in meine linke Hand stechen.</p>
<h2>Aus heutiger Sicht war das, wie ich vermute, einer der Gründe, weshalb ich innerlich unter Stress geriet und sich alles Weitere sehr verlangsamte</h2>
<p>Wir wurden auf unser Zimmer gebracht und sollten etwas schlafen. Meine Schwester hielt sich in der Nähe auf und war auf Abruf.<br />In der Nacht bekam ich eine weitere Antibiose und leider ließen die Wellen komplett nach.</p>
<h2>Samstag, 20.07.2019</h2>
<p>Am Morgen um 7:00 Uhr wurden wir abgeholt, damit ein CTG geschrieben werden konnte. Es waren zwar ein paar Wellen darauf zu sehen, aber doch eher zögerlich und unregelmäßig. Genauso zögerlich war die Herzlinie des Babies. Er schien mal wieder zu schlafen und so gab es wieder kaltes Wasser zu trinken und Orangenöl zu riechen. Das war eher wenig erfolgreich, also versuchten wir es auch noch mit pieken und rütteln am Bauch, was zumindest einen kurzen Erfolg brachte. Mal wieder gab es eine Antibiose und wir frühstückten eine Kleinigkeit.<br />Da der Fortschritt in Sachen Geburt quasi nicht vorhanden war, war die Ärztin der Meinung, man müsse nun über Einleitungsmethoden nachdenken. Sie erklärte uns, dass man nach einem Blasensprung nur soundso viel Zeit habe bis zur Geburt, sonst könne es gefährlich werden, und deshalb wolle sie mir ein Magenmittel, das als Nebenwirkung Gebärmutterkontraktionen hervorruft, geben. Mir gefiel das Ganze nicht und nach Absprache mit meiner Schwester fragte ich, ob wir nicht zuerst einen Wehencocktail versuchen könnten. Die Ärztin willigte ein und so bekam ich eine Stunde später das Gemisch aus Sekt, Rizinusöl und Orangensaft. Also ich muss sagen, lecker geht anders! Als ich die Kanne leergetrunken hatte und das – gefühlt fünfzigste – CTG fertig geschrieben war, machten mein Freund, meine Schwester und ich einen Spaziergang durch den Wald neben der Klinik. Durch den Sekt hatte ich einen ordentlichen Schwips, was bei etwa 38 Grad Außentemperatur nicht allzu angenehm war. Wehentechnisch tat sich noch immer nicht viel.</p>
<p>Meine Schwester hatte am Mittag beschlossen, noch einmal nach Hause zu fahren und am Abend wiederzukommen. Kurz nachdem sie weg war, bekam ich die Wirkung des Rizinusöls zu spüren: Mein Darm arbeitete. Schnell. Nur leider war das auch die einzige Wirkung.<br />Die diensthabende Hebamme sagte, wir sollten uns noch etwas ausruhen und schlafen, doch ich war mir sicher, dass ich das nicht konnte. Ich fragte sie, ob ich eine Vomex Tablette bekommen könnte, denn ich wusste, dass ich davon immer extrem müde wurde. Sie willigte ein und ich bekam das Mittel. Zurück in unserem Zimmer trat dann nach einigen Minuten auch die gewünschte Wirkung ein und ich schlief ein.<br />Am späten Nachmittag war es mal wieder Zeit für einen CTG-Besuch im Kreißsaal. Da der Cocktail ja leider nichts gebracht hatte, redete mir die Ärztin noch einmal ins Gewissen bezüglich des engen Zeitrahmens und schaffte es so, mir die Tabletten aufzuschwatzen.</p>
<h2>Aus heutiger Sicht war das wohl der ausschlaggebende Punkt für den weiteren Verlauf.</h2>
<p>Ich nahm eine viertel Tablette und es wurde noch eine weitere halbe Stunde CTG geschrieben, damit genau verfolgt werden konnte, wie Baby und mein Körper auf die Tablette reagierten. Der Kleine zeigte sich unbeeindruckt, aber ich bekam zur Überraschung aller anwesenden ziemlich rasch ziemlich deutlich spürbare Wellen. Zu meinem Entsetzen kamen diese etwa alle 3 Minuten, was es sehr unangenehm gestaltete. Wieder sollten wir auf unser Zimmer gehen und uns die Nacht über versuchen auszuruhen. Die Hebamme war aufgrund des Bildes, das sich ihr bot, sehr zuversichtlich, dass sich in der Nacht ordentlich was tun würde. Ich hoffte es!<br />Auf dem Weg ins Zimmer wurden die Wellen zunehmend unangenehmer. Es war wie ein Korsett, das sich eng um meinen Bauch zog und alle 3 Minuten kam auch noch ein ordentlicher Unterleibskrampf dazu. Im Zimmer kniete ich mich auf das Bett und mein Freund massierte mir den Rücken.<br />Mitten in der Nacht traf dann meine Schwester wieder bei uns ein und wir legten uns alle gemeinsam in zwei Krankenhausbetten schlafen. In der Nacht stand ich mehrmals auf, um auf Toilette zu gehen oder einfach im Raum auf und ab zu gehen, während die anderen beiden schliefen. Ich kann nicht genau sagen, wann, aber irgendwann in der Nacht gingen die Wellen wieder weg.</p>
<h2>Sonntag, 21.07.2019</h2>
<p>Geweckt wurden meine Schwester und ich am Morgen von der Hebamme, die zum CTG in den Kreißsaal bat. Mein Freund bekam davon nichts mit und wir dachten, dass es wohl am besten wäre, wenn wir ihn schlafen ließen. Ich ging noch mal auf Toilette, wo ich beim Abwischen feststellte, dass das Toilettenpapier nicht mit einer klaren Flüssigkeit, sondern mit einer gelblichen benetzt war. Ich wurde kurz stutzig, dachte mir dann aber nichts weiter dabei. Im Nachhinein bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Sohn ebenfalls unter Stress geraten war und bereits Stuhlgang abgesetzt haben muss, was das Fruchtwasser verfärbt.<br />Im Kreißsaal wurde das hundertste CTG geschrieben. Mal wieder war mein Bauchbewohner sehr ruhig und die üblichen Mittel kamen zum Einsatz. Plötzlich flog die Tür auf und mein ziemlich ängstlich dreinblickender Freund stand dort. Er war aufgewacht und wir waren weg, Panik überkam ihn. Er beruhigte sich schnell wieder und machte sich auf den Weg unser Familienzimmer zu bezahlen.</p>
<p>Die ersten 30 Minuten am CTG waren um und die Hebamme brachte die nächste Viertel Tablette, die ich dann auch gleich nahm. Nach wenigen Minuten wurde plötzlich der Piepton, der die Herzfrequenz meines Babys darstellte, auffallend langsam. Wir versuchten die Position des Gurtes zu verändern, weil wir dachten, das Gerät zeichnete meinen eigenen Herzschlag auf, aber wir fanden keinen typischen schnellen Babyherzschlag. Also riefen wir die Hebamme, die es auch noch mal versuchte. Auch sie fand nur den einen. Sie zog ein Telefon aus der Tasche und rief die Ärztin an, die innerhalb kürzester Zeit mit mehreren anderen (ich weiß leider nicht mehr wie viele und auch nicht, ob es Schwestern oder Ärztinnen waren) Personen in den Raum geeilt kam. Sie drehte mich auf die linke Seite und wies mich an, tief und langsam zu atmen. Ich bekam es mächtig mit der Angst zu tun. Meine Gedanken rasten in alle möglichen Richtungen.</p>
<h2>Was ist los? Was ist mit meinem Baby? Warum ist sein Herz so langsam? War es die Tablette? War es der Stress der vergangenen zwei Tage? Wird er sterben? Ist er okay? Bekommt er genug Sauerstoff?</h2>
<p>Hunderte Fragen wirbelten in meinem Kopf umher, aber keine fand ihren Weg über meine Lippen. Ich schluchzte, weinte, zitterte. Nebenbei hatte mir die Ärztin Wehenhemmer gespritzt, was mein Herz zum Rasen brachte und mein Zittern noch verstärkte.<br />Irgendwo hinter meinen unfassbar lauten Gedanken hörte ich die Ärztin:<br />„Ruhig atmen. Nicht weinen.“</p>
<p>Aber ich sah nur voller unsagbarer Angst und zitternd wie Espenlaub meine Schwester an und das einzige, was ich rausbrachte war ein halblaute und abgehackt der Name meines Partners.<br />„Er ist sicher gleich zurück. Alles wird gut. Konzentrier dich. Ein, aus, ein, aus.“<br />„Ich k-k-kann n-nicht“<br />„Doch. Tief einatmen.“</p>
<p>Wieder sollte ich mich nach links drehen. Wieder bekam ich das Mittel gespritzt. Wieder zitterte ich. Ich unterdrückte ein Schluchzen und kämpfte gegen die Panik. Dieses Mal klappte es viel besser als davor und das ganze war nach kurzer Zeit vorbei.<br />Langsam bekam ich meine Panik in den Griff und schaffte es langsamer zu atmen. Der Puls von meinem Baby fing sich ebenfalls. Als ich aufsah stand mein Freund neben meiner Schwester und auch er sah ziemlich geschockt aus. Ich setzte mich auf und wir erzählten ihm, was gerade passiert war. Wenige Minuten vergingen und es schien, als sei alles wieder okay. Doch dann wurde das Piepen wieder so langsam. Wir riefen direkt nach der Hebamme, die auch direkt mit der Ärztin reinkam.<br />Die Ärztin untersuchte mich und stellte fest, dass sich rein gar nichts getan hatte. Der Muttermund war noch immer auf 1cm. Eine Geburt war somit nicht in Sicht. Sie machte ein Ultraschall, um heraus zu finden, ob das Baby vielleicht auf die Nabelschnur drückte und ich so die Blutzufuhr selbst abschnitt. Es war nichts erkennbar</p>
<p>„Naja, also wir können jetzt hoffen, dass es nicht nochmal passiert, aber eine Geburt ist eben noch nicht in Sicht und wir wissen nicht, wie ihr Baby auf starke Wehen reagieren wird.“<br />Sie sprach die andere Option nicht aus, aber wir alle drei verstanden sofort.<br />Die Frage kam von unserer Seite.<br />„Also entweder wir warten ab und es könnte noch zehn mal passieren oder wir entscheiden uns für einen Kaiserschnitt?“<br />„Ja. Überlegt es euch, beratet euch. Und dann gebt uns Bescheid.“<br />Und das taten wir dann auch. Für mich stand die Entscheidung relativ schnell fest. Mir war es einfach zu riskant. Ich teilte den anderen beiden meine Gedanken mit und sie gaben mir Recht. Also informierten wir die Hebamme darüber, dass der Kleine per Kaiserschnitt geholt werden soll.<br />Kurze Zeit später kam ein Anästhesist und klärte mich über alle Risiken auf. Ich nahm all das zur Kenntnis und meine Angst wandelte sich in Freude. Ein Ende war in Sicht!<br />Ich zog mir ein OP-Hemd und eine Haube an und wurde dann auch gleich mit meinem Bett zum Operationssaal gefahren.</p>
<p>Dort wurde ich auf einen Tisch verfrachtet und um mich herum wurde alles vorbereitet. Dann kam wieder der Anästhesist und bat mich, mich aufzusetzen und einen Buckel zu machen. Zuerst spritzte er mir eine lokale Betäubung in den Rücken, die an der Einstichstelle ziemlich brannte. Danach legte er die Spinalanästhesie. Die fühlte sich an, als würde mir ein kalter Wassertropfen vom Einstich bis zum Steiß runterlaufen und dann begannen meine Füße zu kribbeln.<br />„Soll ich die Beine wieder auf den Tisch legen?“<br />Er lachte.<br />„Die können Sie jetzt ohnehin schon nicht mehr bewegen.“<br />Ich versuchte die Beine anzuheben, aber tatsächlich, ich spürte sie nicht mehr. Völlig fasziniert beobachtete ich, wie zwei Schwestern meine Beine auf den Tisch hoben. Dann sollte ich meinen Oberkörper nach hinten ablegen und die Arme zu beiden Seiten von mir strecken. Meine Handgelenke wurden fixiert und über meiner Brust wurde ein Tuch gespannt, sodass ich nicht mehr sehen konnte, was dort unten geschah. Die ganze Zeit über erklärte der Anästhesist ganz genau, was gemacht wurde.<br />Mir wurde ein wenig schwindelig und ich hatte das Gefühl, dass mein Kreislauf schlappmachen würde. Ich informierte den Anästhesisten darüber, der mir daraufhin etwas spritzte und das Gefühl ließ nach.<br />„Ich werde jetzt prüfen, ob die Betäubung richtig sitzt. Wie fühlt sich das an?“<br />Er berührte meine Schulter mit einem Metallgegenstand.<br />„Kalt.“<br />„Sehr gut. Und jetzt?“<br />Es fühlte sich an, als würde mich ein warmer Wattebausch am Bauch berühren.<br />„Warm.“<br />„Perfekt. Dann können wir anfangen!“<br />Mein Freund wurde reingebracht und setzte sich neben meinen Kopf. Er bekam die Anweisung mit mir zu reden, um mich abzulenken.<br />Es fühlte sich ziemlich eigenartig an. So, als könnte ich genau spüren, was gemacht wird, aber ohne Schmerzen. Es fühlte sich alles eher an wie ein warmes Streicheln. An mir wurde geruckelt und gezogen und jemand legte sich mit ordentlich Gewicht auf meinen Oberkörper und schob zuerst meine Lunge nach oben und dann meinen gesamten Bauch nach unten. Parallel dazu redete ich mit meinem Freund.<br />Mit einem Mal konnte ich wieder tief atmen und ein klarer Schrei ertönte. Es war der Schrei eines Babys. Es war der Schrei unseres Sohnes. Ich hörte mich selbst tief schluchzen. Der Kleine wurde kurz zu uns gebracht, damit wir ihn begrüßen konnten.<br />„Hi du! Oh Gott Schatz, er hat dunkle Haare!“<br />Dann ging jemand – vermutlich Ärztin oder Hebamme – mit ihm in einen Nebenraum, um nachzusehen, ob er okay war. Mein Freund durfte mitkommen. Die beiden wurden zum Kreißsaal gebracht und ich wurde vernäht. Nach wenigen Minuten begann ich heftig zu zittern, wohl eine Reaktion auf die Betäubung. Der Anästhesist spritzte mir wieder etwas und das Zittern ließ nach.</p>
<p>Ich wurde zurück in mein Bett verfrachtet und dann ebenfalls zum Kreißsaal gefahren. Immer mal wieder sandte ich ein Muskelsignal an meine Beine – piep piep piep, kein Anschluss unter dieser Nummer.<br />Die Tür zum Kreißsaal ging auf und dort waren sie alle. Meine Schwester lächelte vom Fenster aus herüber, mein Freund lag oberkörperfrei auf dem Bett und auf ihm lag ein kleines Bündel. Alles war gut.</p></div>
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		<title>Hypnobirthing</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 08:11:34 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Hypnobirthing</h1>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Es war mein erstes Kind.</h3>
<p>Ich hatte mir eine komplikationsfreie natürliche Geburt ganz anders vorgestellt: Klassisch mit in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Kontraktionen im Unterleib, die im Laufe vieler Stunden immer intensiver und auch unerträglich werden würden.</p>
<p>Auf die Gabe von Schmerzmittel über die Vene war ich eingestellt. Aber was ich auf keinen Fall wollte war eine PDA. Ich bin generell kein Freund von Nadeln und bei der Vorstellung so tief und für meine Begriffe mit einer gewissen Gefahr zwischen die Wirbel zu stechen stellte es mir alle Nackenhaare auf.<br />Ich hatte in der Vergangenheit über einige Jahre mit sehr starken Menstruationsschmerzen zu kämpfen – so stark, dass mein Mann als er mich zum ersten Mal so sah fragte, ob er die Rettung rufen soll. Dank Osteopathie hatte ich das zwar schon sehr gut im Griff, aber ich konnte mir ein Bild von möglichen Schmerzen machen und rechnete auch damit, dass sie noch schlimmer ausfallen würden. Ich hoffte also es ohne PDA zu schaffen.</p>
<p>Zunächst muss ich euch aber einen Einblick in meine Vorgeschichte geben.</p>
<h2>Gynäkologische Kontrolle in SSW 33</h2>
<p>Ich hatte während meiner Schwangerschaft schon länger immer wieder auftretende Übungswehen, die leicht kamen. Bisher schien es nichts Ungewöhnliches.<br />Sobald ich mich minimalst anstrengte oder etwas schneller erledigte traten die Übungswehen aber nun rascher auf. Dazu zählten Dinge wie duschen, unter kurzem Zeitdruck etwas zu suchen, über Themen sprechen, die mich stressten. Als ich das meiner Gynäkologin berichtete, meinte sie, dass das nicht normal sei, untersuchte mich und stellte einen verkürzten Gebärmutterhals fest. Das Baby saß auch schon fest im Becken. In Schädellage lag er ja schon seit der SSW 24. Ich musste sofort in die Klinik weil die Gefahr bestand, dass das Baby zu früh kommt. Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet und so überrollten mich vor lauter Ungewissheit was wohl passieren wird zunächst meine mütterlichen Hormone. Zusätzlich lag ich noch nie im Krankenhaus und alles war neu für mich.<br />Ich bekam Wehenhemmer, das Hormon Progesteron und Antibiotika. Für das Baby gab es noch die Lungenreifung.<br />Das CTG war unauffällig und ich erholte mich schnell vom ersten Schock und den vielen neuen Eindrücken. Ich versuchte es positiv zu sehen und die Klinik samt Personal schon mal kennenzulernen.<br />Ich durfte nur im Bett liegen und bekam täglich etwas zur Thrombose Vorbeugung gespritzt.</p>
<h2>Nach zwei Nächten durfte ich die Klinik verlassen.</h2>
<p>Für die nächsten drei Wochen, also den gesamten Juli bekam ich absolute Ruhe und noch einige Medikamente zum Weiter einnehmen verordnet. Dazu zählten auch die täglichen Thrombose Prophylaxe Spritzen, die ich mir nun selbst injizieren sollte. Ich kann das Stechen von Nadeln aber nicht mal sehen und mein Mann traute sich das zunächst nicht zu und hatte auch zu großen Respekt davor. Ich versuchte stark zu sein und dachte, dass ich diese Phobie für mein Kind nun überwinden muss. Es war nicht leicht und Stress pur für mich. Es hat beim ersten Mal 6 Stunden gedauert bis ich mich überwinden konnte mir in die Haut zu stechen. Ich dachte nur: „Ich soll mich entspannen und dann das. Das ist doch alles kontraproduktiv. Die Ärzte redeten sich das so leicht.“ Ich entwickelte nach und nach Strategien, um mich ein bisschen selbst auszutricksen und es weniger stressig zu machen, aber gewöhnen konnte ich mich nicht daran. Mal ging es besser, mal schlechter.<br />Bei der Kontrolle eineWoche später staunte ich nicht schlecht als mir der Vertretungsarzt sagte, dass er den Kopf bereits ertasten konnte. Soweit war aber alles in Ordnung und er war zuversichtlich, dass das Baby im Juli nicht zur Welt kam und meinte zu mir:</p>
<h2>„Sie schaffen das.“</h2>
<p>Ich hatte schon zuvor Rückenschmerzen, aber durch das ewige Liegen auf der Seite und die fehlende Bewegung wurden sie immer schlimmer. V. a. der unteren Rücken und das Gesäß machten mir zu schaffen.</p>
<p>Während der Ruhe zu Hause überkamen mich plötzlich große Geburtsängste und Sorgen. Bis dahin wusste ich, dass die Geburt kein Zuckerschlecken ist, aber hatte irgendwie ein Urvertrauen, dass alles gut werden würde. Ich wurde also sehr unruhig und nervös – ich schaffte es nicht runter zu kommen. U. a. war die Vorstellung bei Komplikationen einen medizinisch notwendigen Kaiserschnitt bekommen zu müssen eine pure Katastrophe. Auch mein Mann konnte mich nicht beruhigen. Ich verspürte außerdem den Drang mich mit allen verfügbaren Methoden meinen Körper und Geist auf die Geburt vorzubereiten, um mich sicherer zu fühlen.<br />Ich war zuvor schon mal über einen Online Hypnobirthing Geburtsvorbereitungskurs gestolpert. Ich kaufte ihn mir und schon nach den ersten Übungen und Tagen fühlte ich mich entspannter. Ich merkte wie gut mir die Entspannungstechniken und Affirmationen taten und sog den Kurs in mich auf wie einen Schwamm. Auch zum Einschlafen verwendete ich Hypnobirthing Musik.</p>
<h2>Ich fand wieder zu meiner inneren Ruhe und spürte, dass ich bei der Geburt auch von Hypnobirthing profitieren würde.</h2>
<p>Ich machte mit meinem Baby aus: „Im August kannst du kommen wann du möchtest. Bis dahin ist es in meinem Bauch schöner für dich. Dort bist du besser aufgehoben.“<br />Parallel beschäftigte ich mich auch intensiv mit dem Geburtsverlauf und den Geburtspositionen, da es mir Sicherheit gab mich gut vorbereitet zu fühlen. Da meinem Mann das zu viel des Guten war fasste ich alles schön zusammen, damit er und auch ich während der Geburt nachlesen konnten was man ggf. noch ausprobieren konnte. Ich schrieb auch meine Geburtswünsche und was ich nicht wollte nieder.<br />Ich hatte wieder das Gefühl mit meinem Baby ein Team zu bilden und die Geburt gemeinsam zu meistern.</p>
<h2>Wir haben es in den letzten Schwangerschaftsmonat August geschafft.</h2>
<p>Auch wenn ich irgendwann zuversichtlich war, so war ich froh, dass mein Baby kein Frühchen mehr war und ich mit meiner Wahlärztin in ihrer Vertragsklinik (die keine Frühgeburten betreuen) entbinden durfte. Mir gab es Sicherheit, dass eine Top Ärztin, die gleichzeitig sehr einfühlsam ist und der ich vertrauen kann, auf uns schauen wird, wenn es zu Komplikationen kommen sollte.<br />Ich habe die Medikamente abgesetzt, durfte mich wieder so viel bewegen wie ich wollte und mich nun mit Dammmassage, Heublumen Dampfbad, Himbeerblättertee und Akupunktur auf die Geburt vorbereiten. Ab und an spürte ich wieder Übungswehen obwohl ich mich eigentlich noch schonte. Die Medikamente sollten noch 1 Woche nachwirken und dann keinen Einfluss mehr auf das Hinauszögern der Geburt nehmen. Und prompt…<br />Am Samstag 8.8. weckten mich nachts bzw. in den frühen Morgenstunden das wiederholende Zusammenziehen meines Bauches. Da ich keine Schmerzen hatte und mir diese Art der Wehen bekannt war, hab ich dem keine große Bedeutung beigemessen. Ich dachte ev. an Senkwehen (im Nachhinein dachte ich: Wohin sollte er noch sinken? :-D), bin rasch wieder eingeschlafen ohne auch nur aufzustehen oder auf die Uhr zu sehen.<br />Als ich in der Früh aufwachte hatte ich keine Kontraktionen mehr. Ich stand auf und verspürte deutlich stärkere Schmerzen im Kreuzbein als sonst. Ich dachte nur, dass das viele seitliche Liegen und die nicht vorhandene Bewegung nun endgültig Spuren hinterließen. Da ich meinen unteren Rücken im Liegen deutlich weniger spürte als in aufrechter Position legte ich mich wieder hin und finalisierte am Handy meine Zusammenfassung zu den Geburtspositionen und Entspannungstechniken.<br />Gegen 18:00 Uhr bekam ich unregelmäßige schmerzlose Übungswehen. Ich telefonierte kurze Zeit später mit meiner Mutter. Sie war sich sicher, dass es los gehen würde. Ich war mir da nicht so sicher. Übungswehen hatte ich ja immer wieder.<br />Doch kurze Zeit später überkam mich das Gefühl, dass sie Recht hatte und begann die Kliniktasche mit den Dingen, die ich täglich brauchte fertig zu packen. Um keine Unruhe aufkommen zu lassen, informierte ich mal niemanden über meinen Verdacht. Ab 20:00 Uhr kamen die Kontraktionen dann regelmäßig ungefähr alle 13 Minuten. Sie taten nicht weh.<br />Gegen 21:00 Uhr gab ich meinem Mann und meiner Mutter Bescheid. Ich wollte meine digitalen Mitschriften aus den Geburtsvorbereitungskursen noch ausdrucken und mich dann schon mal hinlegen und mich in einen konzentrierten Modus der Tiefenentspannung begeben. Das Ausdrucken hatte aber mehrere Male nicht ganz funktioniert wie es sollte und so war ich noch eine Weile mit der Technik beschäftigt.</p>
<h2>Noch war die Intensität der Kontraktionen sehr schwach und schmerzlos, sodass ich keine Probleme hatte mich frei zu bewegen.</h2>
<p>Gegen 22:00 Uhr war meine Mutter bereits in unserer Gegend, um rasch bereit zu sein, uns in die Klinik zu fahren. Ich spürte die Aufregung in ihr. Ich schickte sie weg, damit ich mich endlich hinlegen konnte. Auch mein Mann war etwas unruhig, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen und überließ mir meinen Wunsch noch nicht in die Klinik zu fahren. Ich hingegen war völlig ruhig und machte Entspannungsübungen. So mühelos und tief wie in den Wochen davor konnte ich mich nicht entspannen, da ich mich auf meine Atmung, meinen Bauch und das Messen der Wehenabstände konzentrierte. Trotzdem blieb ich ruhig und locker.<br />Um 22:30 kamen die Wehen nun alle 6-7 Minuten. Ich rief meine Gynäkologin an und informierte sie, dass wir uns auf den Weg zur Klinik machten. Da die Wehen sehr erträglich waren, klang meine Stimme völlig normal, was meine Ärztin nachträglich in dem Stadium verwunderte.</p>
<p>Als ich vom Bett aufstand und zum WC ging, merkte ich, dass die Wehen plötzlich in viel kürzeren Abständen kamen. Nach dem WC Gang setzte ich mich kurz, und meinte zu meinem Mann: „Vielleicht hätten wir doch früher fahren sollen.“</p>
<h2>Hier merkte ich zum ersten Mal, dass alles doch recht schnell ging. Ich blieb dennoch ruhig.</h2>
<p>Während der Autofahrt zur Klinik war es dann schwer die Wehenabstände zu messen. Sie verschwammen regelrecht ineinander. So wie ich es mir gewünscht hatte, war es mucksmäuschenstill im Auto. Ich konnte mich ganz auf mich konzentrieren und die Wehen gut veratmen. Sie fühlten sich mittlerweile auch wie Menstruationsbeschwerden an, waren aber dennoch gut erträglich.<br />Als wir gegen 23:00 Uhr vor der Klinik standen, hoffte ich, dass mein Muttermund schon weit geöffnet war. Ich sorgte mich erst am Anfang zu stehen und fragte mich, wie schlimm es dann fast ohne Wehenpausen wohl werden würde.<br />Mein Mann fuhr mich in Begleitung einer Krankenschwester mit dem Rollstuhl zur Geburtenstation. Die Hebamme brachte uns in den Kreißsaal, da das CTG Zimmer schon belegt war. Als ich aufstand fing mein Kreuz- bzw. Steißbein extrem zu schmerzen an.<br />Mein Mann kümmerte sich um jemanden, der mir ein Wärmekissen aufwärmte und massierte kurz mein Kreuzbein.<br />Die Hebamme bot mir sofort eine PDA an. Da sie mich noch nicht mal untersucht hatte, fand ich das zu voreilig von ihr. Ich erklärte ihr, dass ich genau das eigentlich nicht wollte und versuchte aufgrund der Schmerzen mich innerlich schon mit dem Thema anzufreunden sollte der Muttermund noch nicht weit offen sein. Die vaginale Untersuchung ergab, dass er schon 8 cm geöffnet war. Ich freute mich, sah meinen Mann an und machte eine „Daumen hoch“ Geste. 👍 Damit war die PDA vom Tisch.<br />Nun sollte ein CTG geschrieben werden. Ich legte mich in meinem gepunkteten Kleid, indem ich gekommen war auf den Geburtsstuhl. Meine Kreuzschmerzen waren aber so stark, dass ich nicht ruhig liegen bleiben konnte. Ich bog mich vor Schmerzen in alle Richtungen. Die Hebamme hatte Mühe die Herztöne zu finden. Eine Messung war fast unmöglich. Ob es irgendwann funktionierte oder nicht habe ich nicht mitbekommen, nur, dass sie irgendwann von mir abließ. Ich richtete mich auf, aber auch das half nicht wirklich. Die Kontraktionen im Bauch spürte ich seit den enormen Kreuzschmerzen gar nicht mehr.<br />Ein Venenzugang sollte von der Krankenschwester gelegt werden, was sich ebenfalls schwierig gestaltete. Ich zappelte ständig hin und her. Sie meinte, dass wir auf die nächste Wehenpause damit warten und ich erwiderte ihr, dass da keine Pause ist. Die starken Schmerzen im Rücken blieben durchgehend. Wir schafften es dann auch so.<br />Dann sollte nochmals ein CTG Messversuch erfolgen, aber die Liegeposition tat mir gar nicht gut. Es war unmöglich für mich still zu halten. Da sagte die Hebamme bestimmt und forsch, dass das jetzt wichtiger ist und ich die Schmerzen jetzt aushalten muss. Ich war entsetzt über die Art und Weise wie sie mit mir sprach, war aber zu sehr mit mir selbst beschäftigt um etwas zu sagen. Gleichzeitig wusste ich, dass sie nur versuchte ihren Job zu machen. Dass etwas mit den Herztönen des Babys nicht stimmen könnte, kam mir in diesem Moment keine Sekunde lang in den Sinn. Ob die Messung nun erfolgen konnte, wurde mir nicht mitgeteilt.<br />Dann wurde mir von der Hebamme ein Schmerzmittel über die Vene angeboten und ich stimmte sofort zu. Das Wärmekissen war bisher auch noch nicht gekommen.<br />Die Krankenschwester war sehr liebevoll und schlug aufgrund der enormen Beschwerden im Kreuz den 4-Füßler-Stand vor.</p>
<h2>Ich erinnerte mich, dass diese Position Besserung verschaffen soll und dachte „Gute Idee“</h2>
<p>Leider hatte die Position keinen Effekt erzielt und ich fühlte mich nicht wohl dabei.<br />Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit in der vermeintlich nichts geschah – irgendwelche Dinge wurden vorbereitet oder dokumentiert oder dergleichen. Dann fragte ich, wann ich denn was bekäme und deutete auf meinen Venenzugang. Keine Reaktion.<br />Dann kam die Hebamme, läutete nach weiteren Hebammen und meinte „Das Kind kommt jetzt.“ Ich dachte nur „Wie jetzt? Jetzt schon?“. Ich konnte es gar nicht glauben, dass wir schon im Endspurt waren. Es wurden noch keine Personalien von mir aufgenommen, kein Corona Abstrich genommen, hatte mich noch nicht umgezogen und einen Einlauf, den ich eigentlich wollte gemacht.<br />Um mich herum standen plötzlich 4 Leute plus mein Mann. Meine betreuende Belegärztin war noch nicht da. Ich denke, deshalb meinte die Hebamme kleinlaut in die allgemeine Runde „Mir ist das jetzt wurscht. Wir bekommen jetzt das Kind.“ Mein Mann bekam die Aufgabe mir die Sauerstoff Maske im Gesicht zu halten und mich zu stützen.<br />Dann ging es los und ich wusste gar nicht richtig warum. Ich spürte keine Wehe und keinen Drang zu pressen. Ich war in einer halbliegenden Position – nicht so ideal aber es funktionierte für mich. Eine Hebamme drückte an meinem Bauch, um das Baby anzuschieben und beim Rauskommen zu helfen. Eine andere kontrollierte das Herauskommen des Babys und den Damm. Eine weitere ging mal aus dem Kreißsaal und kam dann wieder. Wofür sie zuständig war bekam ich nicht mit. Und dann war da noch die Krankenschwester, die meinen Rücken stütze während ich presste und mir immer wieder Anweisung gab wie ich richtig pressen sollte. Das machte ich anscheinend nicht ganz richtig. Ich sollte dabei keinen Ton von mir geben. Doch ich wollte mein Baby sanft vorwärts schieben und auch einen Dammriss verhindern. So hatte ich es im Hypnobirthing gelernt und auch in klassischen Vorbereitungskursen konnte ich solche Ansätze erkennen. Da alles so schnell ging und ich keine Diskussion darüber beginnen konnte, versuchte ich einen Mittelweg zu finden. In den Wehenpausen fühlte ich mich richtig benommen und schlapp. Ich hielt die meiste Zeit meine Augen geschlossen, um in den Pausen Kraft zu sammeln oder mich beim Pressen zu konzentrieren. Nach einer Presswehe sah mein Mann wie ich die Augen nach hinten verdrehte und mich zurück auf die Rückenlehne legte. Er hatte die Befürchtung ich würde bewusstlos werden und sagte zu mir „Hey, da bleiben“. Aber ich war voll und ganz da. Ich fühlte mich nur irgendwie high und versuchte mich zu erholen und zu schonen. Die Hebammen reagierten nicht darauf. Nach der nächsten Presswehe sei es fast geschafft. Ich erklärte, dass sie mir sagen müssen wann die Wehe los ging, da ich nichts spürte. Aber das taten sie nicht. Ich orientierte mich an der Hebamme, die an meinem Bauch drückte und versuchte so gut wie möglich mitzumachen.</p>
<h2>Um 23:50 brachte ich drei Wochen vor dem ET einen gesunden Jungen zur Welt.</h2>
<p>Als ich mir in der Schwangerschaft vorstellte wie es wohl sein würde, wenn ich mein Baby zum ersten Mal sehe und auf die Brust gelegt bekomme, schossen mir die Tränen in die Augen. Doch ich war noch sehr lange wie high und erschöpft, dass mein Körper trotz Glücksgefühl keine Träne zuließ. Ich zitterte noch lange v. a. in den Beinen und redete und bewegte mich kaum, da es zu anstrengend war. Auch die Reaktion meines Mannes auf das Baby bekam ich nicht mit. Ich hätte gerne gesehen als ihm die Tränen kamen.</p>
<p>Ich war nach der Geburt sehr dankbar über die Hilfe der Hebammen bei den Presswehen. Nachträglich stellte ich mir aber die Frage, ob das zusätzliche Drücken wirklich sein musste oder einfach mehr Zeit gebraucht hätte. Mein Mann meinte später, dass es insgesamt 4 Presswehen waren. Mir kam es nach mehr vor.<br />Aber ich hatte im Traum nicht erwartet ohne Schmerzmittel und so rasch meinen kleinen Sohn auf die Welt zu bringen. Ich war und bin noch sehr glücklich darüber und stolz auf meinen Sohn und meinen Körper: „Vielen Dank, dass ihr das so gut gemeistert habt.“<br />Heute denke ich, dass mein Körper sich schon sehr lange im Vorfeld auf die Geburt stückchenweise vorbereitet hat und die Entspannung, die ich eigentlich schon seit der SSW 21 genoss und mit Hypnobirthing ihren Höhepunkt fand zur raschen Geburt beitrug. Lustig ist, dass ich schon relativ früh in der Schwangerschaft ohne ersichtlichen Grund den Gedanken hatte: „Schauen wir mal, ob das Baby früher kommt.“ Für mich ein weiteres Zeichen wie sehr der Körper tagtäglich mit uns kommuniziert. Man muss nur hinhören</p>
<h2>Ich wünsche allen Schwangeren loslassen zu können, in euch zu ruhen, ein Urvertrauen in euren Körper zu haben und auf ihn zu hören. Eine Geburt ist wirklich so ein erfreuliches Ereignis und nichts wovor man Angst haben muss. Das habe ich aus meinen Erfahrungen mitgenommen.</h2></div>
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		<title>Hausgeburt</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 07:59:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtsberichte]]></category>
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<p>&nbsp;</p>
<h1>Es war meine dritte Schwangerschaft, mein zweiter Sohn</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Geburtstermin war für Ende Oktober ausgerechnet. Da meine ersten beiden Kinder ein paar Tage früher geboren wurden, rechnete ich auch diesmal damit, wieder vor dem ET zu entbinden. Mein großer Sohn hat ein für mich sehr schönes Geburtsdatum, das Datum meiner Tochter ist mir irgendwie schlecht eingängig, mit den Zahlen kann ich mich wenig anfreunden. Deshalb habe ich mir diesmal den<strong> 20.10.20</strong> ausgeguckt und war fest davon überzeugt, dass mein drittes Baby an diesem Datum geboren wird. In den Tagen kurz vor dem 20.10. wurde ich innerlich etwas unruhig. Mich packte der Nestbautrieb und ich erledigte einige, wohl eher unnötige, Dinge zu Hause… Backofen reinigen, Fenster putzen, Hof kehren. Leider führte nichts davon zu Wehentätigkeit. Diese kam zwar jeden Abend in Form von Übungs- und Senkwehen, ging aber beim Schlafen gehen zuverlässig wieder weg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Letztes gemeinsames Dinner</h2>
<p>Am 19.10. ging ich mit meinem Mann noch einmal schön essen, wir genossen den Abend zu Zweit, die Großen wurden von der Babysitterin versorgt. Bei leckerem Essen diskutierten wir wieder mal über den Namen fürs Baby, wirklich sicher waren wir uns immer noch nicht, hatten aber auch keine besseren Ideen.</p>
<p>Der 20.10. kam, die Wehen nicht. So verging der Tag ohne nennenswerte Ereignisse und ich merkte, dass ich es einfach doch nicht in der Hand hatte, wann mein Baby auf die Welt kommt. Also fing ich an, mich zu entspannen. In den darauffolgenden Tagen meditierte ich vermehrt, schlief viel und legte mich in die Badewanne. Ich war bereit, das wusste mein Baby. Am Samstag Morgen, 24.10. verspürte ich einen Impuls endlich den Büroschrank auszumisten. Viel zu lange hatte ich das schon vor mir her geschoben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Rausschmiss stand also an!</h2>
<p>Während ich auf dem Boden saß und Bastelpapier sortierte, spürte ich das ein oder andere unangenehme Ziehen in der Leiste, schenkte dem aber noch nicht wirklich Beachtung.</p>
<p>Es war ein sonniger, warmer Oktobertag. Der Große spielte mit den Nachbarskindern im Garten. Er war heute voller Vorfreude, da er sich zum allerersten Mal zum Übernachten verabredetet hatte und heute endlich bei seinem Freund schlafen durfte. Die Kleine war mit dem Papa einkaufen. Sie brachten ein paar Leckereien vom Markt mit nach Hause und wir aßen zu dritt Mittagessen. Danach wollten wir einen Mittagsschlaf machen und legten uns alle 3 gemeinsam ins Bett. Währenddessen spürte ich das Ziehen in der Leiste schon etwas mehr und traute mich das erste Mal auszusprechen, dass ich vermutete, das Baby heute oder spätestens morgen bei uns begrüßen zu dürfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Unsere Tochter &#8211; bald große Schwester &#8211; meine Hebamme</h2>
<p>Unsere Tochter kam nicht zur Ruhe und schlief nicht ein, sie wollte aber auch nicht raus mit den anderen Kindern spielen. Sie holte ein Buch aus dem Regal und wollte es mit mir lesen. Es war das Buch über eine Hausgeburt „<strong>Runas Geburt</strong>“. Nach dem Vorlesen fragte ich sie, ob wir gemeinsam Kuchen backen wollen. Das war mein Ritual während der Wehen. Schließlich muss es Geburtstagskuchen geben. Sie freute sich sehr und sagte: „Ja, Geburtstagskuchen, mit Kerzen oben drauf!“ Ich hatte ihr gegenüber nicht geäußert, dass ich Wehen hatte, aber das brauchte ich auch nicht. <strong>Sie wusste es, sie spürte es</strong>. Sie blieb den ganzen Tag an meiner Seite.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/DSC00388-300x200.jpg" width="300" height="200" alt="" class="wp-image-242361 alignnone size-medium" /></p>
<p>Wir backten gemeinsam Kuchen, zwischendurch musste ich das Rührgerät pausieren und das Ziehen in der Leiste veratmen. Als der Kuchen im Ofen ist, räumte ich noch etwas auf und merkte dann gegen 17:30, dass ich zur Ruhe kommen möchte.</p>
<p>Ich legte mich aufs Sofa und bekam von meiner Tochter die Haare gekämmt. Dann holte sie ihren Arztkoffer und untersuchte meinen Bauch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/DSC00407-300x200.jpg" width="300" height="200" alt="" class="wp-image-242362 alignnone size-medium" /></p>
<p>Das Ziehen in den Leisten war nun schon sehr stark und ich entschied mich dazu, mir meine Kopfhörer in die Ohren zu stecken und die Geburtsmeditation aus meinem Vorbereitungskurs</p>
<h2>„die friedliche Geburt“</h2>
<p>anzuschalten.</p>
<p>Es half mir sehr, Kristins Stimme beruhigte und entspannte mich und ich kam etwas in die Trance. Kam eine Wehe und ich spannte zunächst meine Körper an, war das Ziehen fast unaushaltbar. Ihre Stimme erinnerte mich an loslassen, die tiefe Bauchatmung und Entspannung und tatsächlich konnte ich damit die Wehen deutlich besser ertragen und aushalten.</p>
<p>Mein Mann stand in der Küche und kochte uns ein leckeres indisches Abendessen. Es roch köstlich, ich hatte durchaus auch Hunger, doch am Tisch sitzend konnte ich die Wehen fast nicht tolerieren. Ich musste liegen, ich brauchte die Meditation. Außerdem wurde mir während der Wehe etwas übel und ich hatte Sorge, dass das leckere Essen wieder raus kommen könnte. Daher aß ich nur sehr wenig und legte mich schnell wieder aufs Sofa in meine Entspannungsposition.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Der Große verpasste alles</h2>
<p>Unser großer Sohn war immer noch draußen, ich habe ihn den ganzen Tag lang nicht gesehen. Er wusste nicht, dass ich Wehen hatte. Wie passend, dass er ausgerechnet heute Nacht bei seinem Freund übernachte würde und wir ihn gut versorgt wissen. Für unsere Tochter hatte ich die Babysitterin informiert, dass ich sie ggf anrufen würde. Ich wollte, dass jemand für sie da ist, falls sie aufwacht und mein Mann bei mir ist. Unsere Babysitterin war also abrufbereit und ich wusste, dass alle gut versorgt sind. <strong>Mein Plan funktionierte!</strong></p>
<p>Nach dem Abendessen brachte mein Mann unsere Tochter ins Bett. Ich hörte sie aus ihrem Bettchen rufen: „Die Mama soll mir noch einen Knutschi geben!“ In diesem Moment war ich gerade auf Toilette. Der Weg vom Sofa zum Bad war mühsam gewesen, bei jedem Schritt spürte ich das Ziehen viel stärker als im Liegen. Ich hatte die Augen geschlossen und meine Meditation noch immer über Kopfhörer laufen. Selbst das Licht hatte ich ausgelassen. Zwar nahm ich das Rufen meiner Tochter wahr, doch ich spürte, dass ich nun schon ganz bei mir bleiben musste. Ich wollte meine Trance nicht mehr verlassen. Auch meine Tochter spürte das auch und gab sich zufrieden mit Papas Knutschis. Um ca 20.15 schlief sie ein und ich ging in die Badewanne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Endspurt</h2>
<p>Bevor ich ins Wasser kletterte, spürte ich im Bad ein paar heftigere Wehen, mit leichtem Druck nach unten. Das war mein Impuls, meinen Mann zu bitten, unsere Hebamme zu rufen. Als ich dann allerdings im Wasser lag, entspannte sich mein Körper wieder mehr. Die Wehenabstände wurden wieder länger und die Wehen etwas weniger intensiv. Kurz befürchtete ich, wir haben die Hebamme zu früh gerufen. Ich wollte nicht, dass sie unnötig bei uns herumsitzt. Um 20:45 war sie da. Wir hatten in unseren Gesprächen vor ab ausgemacht, dass sie sich im Hintergrund, ggf sogar vor der Badezimmertür aufhalten wird und mich in meinem Prozess nicht stören soll. Sie kam ganz leise ins Bad, beobachtete mich ein paar Wehen lang, überprüfte einmal die Herztöne meines Babys nach der Wehe und zog sich dann in eine Ecke im Bad zurück.</p>
<p><strong><em>Sie untersuchte mich kein einziges Mal vaginal, sie gab mir keine Anweisungen. Sie sah mir zu und erkannte, dass alles gut ist. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.</em></strong></p>
<p>Ich lag im warmen Wasser, mein Mann war bei mir, die Kerzen brannten und ich lauschte weiter Kristins Stimme: Loslassen, tief atmen, entspannen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/DSC00419-300x200.jpg" width="300" height="200" alt="" class="wp-image-242363 alignnone size-medium" /></p>
<p>Schmerzlos waren die Wehen nicht, sie waren kraftvoll und intensiv. Immer noch dieses Ziehen in den Leisten, als ob jemand meinen Muttermund zur Seite aufzieht. Nach einiger Zeit im Wasser wurde es auch wieder stärker und die Abstände kürzer. Ich schaute nicht auf die Uhr, ich wusste nicht, wieviel Minuten zwischen den Wehen lagen. Aber ich spürte, dass es deutlich voran ging.</p>
<p>Dann wollte ich plötzlich nochmal zur Toilette, mein Darm drückte. Ich richtete mich auf, nahm die Kopfhörer raus, ließ meine Augen aber geschlossen. Doch ich schaffte es nicht aus der Badewanne raus. Mein Mann bot mir an, mich zur Toilette zu tragen. Einen Moment lang gingen die Wehen fast ineinander über, ohne eine Pause, die es mir ermöglicht hätte, aus der Wanne zu steigen. Dann war mir klar, dass der Druck in Richtung Darm und Steiß vom Baby kam. Ich blieb im Wasser, aufrecht auf den Knien. Legte mich ab und zu über den Wannenrand um die Pausen zu genießen. <strong>Dann tastete ich selbst nach dem Köpfchen und spürte es deutlich</strong>.</p>
<p>Ich fragte meine Hebamme, wie ich erkenne, wie weit der Muttermund offen ist. Sie erklärte mich, ich solle einmal mit dem Finger außen ums Köpfchen herumfahren. Da war nichts mehr zu spüren. Lediglich im vorderen Bereich war noch wie eine Lippe zu spüren, die ich versuchte ein wenig mit meinem Finger zu verdrängen. Es war der letzte Teil, der noch aus dem Weg musste, damit mein Baby den Weg durchs Becken antreten konnte. Für meine Hebamme war das der Impuls ihre Kollegin zu rufen. Ein paar Wehen später tastete ich erneut nach dem Köpfchen, es gab mir Kraft zu spüren, dass er nun schon etwas tiefer gekommen war.</p>
<p><strong>Vor dem Kopf spürte ich die Fruchtblase, es fühlte sich an wie ein kleiner Wasserballon, ganz weich und warm.</strong></p>
<p>Die Wehen veränderten sich. Das Ziehen in der Leiste war nun weg, dafür schob mein Körper innerlich das Baby nach unten. Das konnte ich gut wahrnehmen, war dabei ganz ruhig und ließ mein Baby arbeiten. Ich hatte nicht das Bedürfnis mitzuschieben, geschweige denn zu pressen. Ich hielt es einfach aus, ließ es geschehen und spürte, wie mein Körper und mein Kind das gemeinsam schafften. Gleichzeitig wusste ich nicht, wie ich meinen Kopf halten sollte, legte ihn mit geschlossenen Augen von links nach rechts. Griff nach der Hand meines Mannes, um mich festzuhalten. Ein paar Mal schluchzte ich leise, weinte beinahe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Fruchtblase platzte</h2>
<p>Um 22:00 Uhr platzte die Fruchtblase in der Badewanne, mein Mann teilte es der Hebamme mit, zusammen mit der Info, dass das Fruchtwasser klar sei. Nur noch vier Wehen, dann sollte es geschafft sein. Nach der nächsten Wehe hörte die Hebamme noch einmal die Herztöne ab. Dann folgten zwei Wehen die mein Baby kräftig nach unten schoben und ich laut und tief dabei stöhnte. Ich war immer noch auf meinen Knien, bis zum Bauch im Wasser, das linke Bein aufgestellt. Dann spürte ich, wie der Kopf geboren werden wollte und plötzlich sehr schnell nach draußen schob. Ich umfasste ihn mit meiner Hand und bremste ihn ein wenig. <strong>Das Gefühl mein Baby schon in meiner Hand zu spüren war unbeschreiblich schön</strong>.</p>
<p>Während mein Körper mein Kind rausschob, regulierte ich die Geschwindigkeit ein wenig. Ich spürte ein Brennen zwischen meinen Beinen. Dieses Empfinden kannte ich bereits, vor allem von meiner ersten Geburt und wusste, dass es das Gefühl von sehr starker Dehnung war. Dann war er da, der Kopf meines dritten Kindes, mein zweiter Sohn. Ich hielt ihn in meinen Händen, während ich auf die nächste Wehe wartete und redete bereits mit ihm. Ich begrüßte ihn und erklärte, dass wir es gleich ganz geschafft hatten. Noch eine letzte Wehe und mein Kind würde nicht mehr in mir wohnen, sondern in diese Welt geboren sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Wehe kam, mein Baby drehte sich, damit die Schultern durch das Becken passten und kam ins Wasser und in meine Hände geboren.</h2>
<p>Durch den Auftrieb des Wassers schwamm der kleine Körper in Richtung Wasseroberfläche, die obere Schulter war aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht um meine Symphyse gekommen. Ich rief: „Ah, die Schulter!“ und meine Hebamme wusste sofort, was zu tun war. Sie drückte mein Baby einfach ganz sanft noch einmal weiter nach unten ins Wasser, so dass er problemlos geboren werden konnte. Dann zog sie sich sofort wieder zurück und überließ es mir und meinem Mann, unseren Sohn zu begrüßen.</p>
<p>Ich hielt ihn in meinen Händen, er war noch immer unter Wasser und wir schauten sein perfektes Gesichtchen durch die Wasseroberfläche an. Es war ein wunderschöner Moment! Kurz erinnerte er mich an unseren ersten Sohn. Ich brachte ihn ganz langsam in Richtung Wasseroberfläche und hob zuerst seine Nase, dann das gesamte Gesicht sanft aus dem Wasser, damit er zu atmen beginnen konnte. Ich legte ihn mir auf den Bauch und er ließ einen kurzen Schrei los, meckerte kurz und schaute uns dann mit wachen Augen und völlig zufrieden an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/DSC00434-300x200.jpg" width="300" height="200" alt="" class="wp-image-242360 alignnone size-medium" /></p>
<p>Die Hebamme holte eines der angewärmten Handtücher aus dem Backofen, um ihn warm zu halten. Ich stellte meine Beine auf und legte ihn auf meine Oberschenkel, so dass wir ihn komplett betrachten konnten. Er war so friedlich und ruhig und ganz aufmerksam und wach. Meine Hebamme fragte mich, ob ich aus dem Wasser kommen wollte, aber ich wollte noch etwas drin bleiben. Also legte ich mich entspannt zurück, nahm mein Neugeborenes wieder zu mir an die Brust und genoss den Moment mit ihm. Ich erzählte ihm wie sehr sich seine Schwester auf ihn freut; dass ich so gespannt bin, ihn richtig kennen zu lernen und zu erfahren, was er mitbringt in diese Welt. Meine Worte wurden unterbrochen von einer Nachwehe.</p>
<p>Mein Baby war zwar geboren, die Geburt aber noch nicht beendet, da die Plazenta noch in meiner Gebärmutter war. Die Nabelschnur meines Babys pulsierte sogar noch. Ich verbrachte noch bestimmt eine halbe Stunde im Wasser mit meinem Kind, wir stillten das erste Mal und kuschelten ausgiebig. Die Plazenta ließ immer noch auf sich warten, so beschlossen wir, dass ich mich nun mit Baby aufs Sofa kuscheln würde. Da die Nabelschnur noch nicht durchtrennt war, hielt ich mein Baby fest im Arm. Mein Mann und eine Hebamme halfen mir aus der Badewanne, während die zweite Hebamme, die mittlerweile eingetroffen war, mich und das Baby abtrockneten und in Handtücher wickelte.</p>
<p>Auf dem Weg zum Sofa fing ich plötzlich extrem an zu schlottern und zittern, vor Erschöpfung und Kälte. Ich wurde mit 3 dicken Decken zu gedeckt, mein Mann musste mich etwas festhalten, da mein ganzer Körper vibrierte. Dann brachte er mir etwas zu Essen und Trinken und allmählich wurde es besser. Damit nun endlich die Plazenta geboren werden konnte, drehte ich mich in den Vierfüßlerstand, legte mein Baby unter mich aufs Sofa ab und richtete mich auf. Meine Hebamme legte mir Unterlagen und eine Schüssel zwischen die Beine und leitete mich an zu husten. Ich spürte wie die Plazenta schon nach außen drückte, nahm die Nabelschnur in die Hand und zog vorsichtig daran, um dann den Mutterkuchen aufzufangen und in die Schüssel abzulegen.</p>
<p>Jetzt erst, über eine Stunde nach dem mein Kind das Licht der Welt erblickte, war die Geburt offiziell beendet. Mein Baby durfte nun mit seinem Papa kuscheln und wurde dann am Wickeltisch von der Hebamme gemessen und gewogen. Hier durfte der Papa die Nabelschnur dann durchtrennen. Willkommen im Leben, kleiner J.</p></div>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 07:50:42 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Sternenkind</h1>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Manchmal kommt alles anders….</h3>
<p>Wenige Wochen nach dem ersten Geburtstag meines 2. Kindes habe ich einen positiven Schwangerschaftstest gemacht. Ungeplant. Ich war derzeit mit meinen ein und drei Jahre alten Kindern gut beschäftigt und konnte mir ein drittes Kind überhaupt nicht vorstellen. Ich brach in Tränen aus.</p>
<h2>Wie sollte ich das schaffen?</h2>
<p>Der Geburtstermin wurde Ende November, einige Tage nach dem vierten Geburtstag meines Sohnes berechnet. Mein Mann freute sich sofort auf das Baby, ich brauchte lange, bis ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, konnte mich dann aber auch sehr freuen. Wird schon irgendwie klappen mit drei Kindern.<br />Wie auch schon die ersten beiden Schwangerschaften verlief diese problemlos. Ende Juli hatten wir einen Umzug geplant. In dieser Zeit habe ich dem Baby im Bauch – ein Mädchen sollte es werden – wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zu sehr war ich mit Kisten packen beschäftigt. Fast hätte ich den Vorsorgetermin vergessen. Am Abend vorher spürte ich mein Kind nicht, habe mir aber keine weiteren Gedanken gemacht. Was sollte schon sein in der 24. SSW?</p>
<h2>Kommt schon mal vor, dass man das Kind weniger spürt.</h2>
<p>Es war der 1. August 2018 gegen 10 Uhr vormittags. Ich äußerte meiner Frauenärztin gegenüber, dass ich das Kind weniger spürte. Bei der Untersuchung mit dem Ultraschall ahnte ich schon was passiert war – ich sah keinen Herzschlag, und das war sonst das erste was man sehen konnte. Im gleichen Moment sagte meine Frauenärztin mit ernstem Gesicht zu mir: „Frau XX, da stimmt was nicht, ich kann keinen Herzschlag erkennen.“ Ich wurde panisch. Das Herz hat aufgehört zu schlagen. Mein erster Gedanke war: Ich habe mich mit dem Umzug übernommen. Ich brach in Tränen aus, fragte meine Frauenärztin, ob das der Grund sein kann. Sie verneinte, das halte ein Kind in der 24. SSW aus. Die Nabelschnur um den Hals gewickelt oder eine Entzündung könnte ein Grund sein. Ich rief mein Mann an, der sofort da war. Die Ärztin erklärte uns was nun folgen sollte.</p>
<h2>Ich musste das Kind zur Welt bringen. Kein Kaiserschnitt. Eine ganz normale Geburt und doch ganz anders.</h2>
<p>Die Einleitung könnte bis zu zwei Tagen dauern. Da wollten wir in den Urlaub fahren. Wir fuhren nach Hause, klärten, wo die beiden Kinder bleiben sollten, packten wenige Dinge zusammen und fuhren gegen 12 in die Klinik. Dort wurde ich ein weiteres Mal beschallt. Ein Funken Hoffnung war noch in mir, vielleicht war es doch eine Fehldiagnose. Aber leider konnte man ein weiteres Mal keinen Herzschlag finden. Der Arzt empfahl uns nach Hause zu gehen und am nächsten Morgen zur Einleitung zu kommen. Damit wir uns besser darauf einstellen könnten. Für mich war die Vorstellung schrecklich.</p>
<h2>Eine weitere Nacht mit totem Kind im Bauch.</h2>
<p>Ich hätte kein Auge zu getan. Wir blieben also, um die Einleitung zu beginnen. Es dauerte bis ca 15 Uhr, bis ich die erste Vaginaltablette bekam. Mein Mann ging für kurze Zeit zu den Kindern nach Hause. In dieser Zeit besuchte mich eine Seelsorgerin, der ich all meine Gedanken und meine Geschichte erzählte. Monate später bekam ich noch Post von ihr, sie hatte uns nicht vergessen. Obwohl sie doch so viele Menschen betreut.<br />Zwei Stunden vergingen nachdem die erste Tablette gegeben wurde, bis ich ein erstes Ziehen im Rücken und in den Beinen spürte. Ich musste einfach immer wieder heulen und hatte große Angst vor der Geburt. Ich hatte ja schon zwei Geburten erlebt, bei denen ich keine Angst spürte. Wir konnten es einfach nicht glauben. So sehr hatten wir uns gefreut. Als die Wehen stärker wurden, fragte ich mich warum ich dadurch musste. Meine Kräfte schwanden. Der psychische Druck, der auf mir lastete und die körperlichen Schmerzen dazu.</p>
<h2>Die Motivation, alles zu ertragen und danach ein lebendes Kind im Arm zu halten, gab es nicht.</h2>
<p>Mein Mann stützte mich, versuchte mich zu motivieren, obwohl er selbst am Ende war. Immer wieder versuchten wir eine kleine Runde zu gehen, um den Muttermund weiter zu öffnen. Doch ich kam nicht weit. War zu schwach. Mir war kalt, obwohl es draußen sehr heiß war. Gegen 19.30Uhr hielt ich es nicht mehr aus und verlangte bei der Hebamme ein Schmerzmittel. Das wurde mir schon im Vorgespräch angeboten. Dem Baby konnte es nicht mehr schaden. Es half kaum. Der Muttermund war erst bei 5/6 cm. Plötzlich spürte ich einen starken Druck und Drang zur Toilette. Diese war zum Glück mit unserem Zimmer verbunden. Mein Mann wartete an der Tür. Auf der Toilette spürte ich, dass der Druck das Baby ist und nun kommen wird. Ich schrie nur: „Das Baby kommt“ und intuitiv hielt ich meine Hände zwischen die Beine.</p>
<h2>Schon hielt ich sie in meinen Händen</h2>
<p style="text-align: center;"><b>Meine Carla</b></p>
<p>Ich war vollkommen im Schock. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet. Ich kam nicht einmal auf die Idee, sie zu mir hoch zu nehmen. War einfach nur froh, sie nicht in die Toilette geboren zu haben. Mein Mann war sofort bei mir und auch die Hebamme und Ärzte waren kurz darauf da. Sie haben mir die Kleine abgenommen und mich auf eine Liege gelegt, um auf die Nachgeburt zu warten. Nachdem sie abgenabelt war, haben sie Carla gleich mitgenommen und mich versorgt. An ihrem Äußeren und an der Plazenta konnte man keinen Fehler erkennen. Immer noch habe ich nicht ganz begriffen was passiert war. Ich wurde zurück ins Zimmer gebracht und kurze Zeit später wurden wir gefragt, ob wir unsere Tochter sehen wollten. Wir bejahten und gleich wurde sie uns gebracht.</p>
<h2>„Sie haben eine wunderschöne Tochter“</h2>
<p>dieser Satz der Hebamme liegt mir noch heute in den Ohren. Sie lag in einem Körbchen in Tücher eingewickelt. Als wir allein mit ihr waren, schauten wir sie genau an, nahmen sie auf den Arm. 24 cm und 610 gr. Sie war wirklich wunderschön, keine Makel. Sah einfach aus wie ein sehr kleines Baby. Kennenlernen und Abschied nehmen. Warum durfte sie nicht leben? Diese Frage stelle ich mir heute noch oft.<br />Eine Obduktion hatten wir schon von Beginn an ausgeschlossen. Den Gedanken daran fanden wir schrecklich. So verbrachten wir einige Zeit mit ihr, bis wir uns von ihr verabschiedet hatten. Wir hätten sie am nächsten Tag noch einmal sehen dürfen, wollten sie aber so schön und unverändert in Erinnerung behalten. Kurz darauf wurde ich schon für die Ausschabung vorbereitet. Diese verlief problemlos, sollte aber über Nacht in der Klinik bleiben.<br />Am nächsten Morgen organisierte mein Mann gleich die Beerdigung, welche am darauffolgenden Tag im kleinsten Kreis stattfand. Den restlichen Umzug übernahmen Verwandte und Freunde für uns. Wir waren nicht in der Lage irgendetwas zu tun. Ein Tag nach der Beerdigung fuhren wir in den Urlaub. Dieser war genau richtig für uns. Raus aus dem Umzugschaos. Dafür hatten wir in diesem Moment keinen Kopf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Gefühlschaos nahmen wir mit. Nur kein Baby im Bauch mehr.</h2></div>
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		<title>Regenbogenbaby</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 07:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtsberichte]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Die Geburt unseres dritten Babys nach dem Verlust unseres Sternenkindes</h1>
<p>Es war meine dritte Schwangerschaft. Wir haben bereits eine Tochter von 3 Jahren und letztes Jahr ein Kind in der 12 Schwangerschaftswoche verloren. Unser Sternenkind. Dies war besonders für mich sehr schwer.<br />Unser Kind wurde im Krankenhaus aus meinem Bauch genommen. Danach blieb nur ein großes Gefühl von Leere. Mein Mann beschrieb den Verlust wie</p>
<h2>ein Geschenk, das man nie auspacken darf und wieder zurückgeben muss</h2>
<p>Unser Kind wurde gemeinsam mit anderen Sternenkindern in einem Sternengrab beerdigt.<br />Das empfand ich als sehr tröstlich und bedeutet mir viel. Es gab einen Trauergottesdienst, der sehr wertvoll gestaltet war und für mich ein Schritt des Loslassens und Frieden Findens war.<br />Ich empfinde es als sehr wertvoll einen Ort zu haben, zu dem wir gehen können um unserem Kind auch nach zu sein.<br />Aufgrund unserer Geschichte war die dritte Schwangerschaft geprägt von Sorgen und Ängsten nochmals einen Verlust erleben zu müssen<br />Lange wollte ich mich nicht intensiv mit der Schwangerschaft beschäftigen.</p>
<h2>Erst als ich unser Kind mehr und mehr spüren konnte, gewann ich Vertrauen und Zuversicht</h2>
<p>Unser Kind lag lange quer in meinem Bauch und bis zur 38. SSW in Beckenendlage. Ich war schon zur Beratung in der Klinik. Worauf ich verunsichert wurde, dass das Kind noch zu klein sei und es unter diesen Umständen zu schwach für eine natürliche Geburt wäre.<br />Glücklicherweise war dem nicht so. In der 38 SSW hat sich unser Kind in die Schädellage begeben und konnte ganz natürlich und mit einem Geburtsgewicht von 3320g auf die Welt kommen. Ich hatte zuvor eine Behandlung von einer Osteopathin die, wie sie sagt „im Becken mehr Raum geschaffen“ hat. Beim nächsten Frauenarzttermin lag unser Kind dann in Schädellage, obwohl ich die Drehung nicht bewusst wahrgenommen habe.<br />Die Geburt war für uns im Rückblick gut. Vor der Geburt habe ich mich mit Hypnose (Die friedliche Geburt) beschäftigt und fand es für den Weg der Geburt hilfreich. Die Geburt ging zügiger voran als bei unserem ersten Kind und ich benötigte keine Interventionen. Ich war sehr bei mir und fühlte mich mit unserem Kind verbunden. Uns begleitete durch die Geburt eine tolle erfahrene Hebamme. Eine Ärztin kam erst nach der Geburt dazu.<br />Meine erste Tochter gebar ich im Liegen aufgrund einer PDA, jetzt konnte ich die Schwerkraft mehr nutzen und bekam unser Kind im Stehen, was ich als angenehmer empfand.</p>
<h2>Unser Kind wurde direkt in meine Arme geboren und da wir das Geschlecht vorher nicht wussten, war es wunderschön von einem Mädchen überrascht zu werden.</h2>
<p>Die Geburt war Mitten in der Coronazeit, und wir hatten im Vorhinein viele Befürchtungen. Darf mein Mann mich begleiten? Unter welchen Umständen wird unser Kind geboren? Was ist mit Ansteckung?<br />Wir sind dankbar für die Klinik, in der wir waren. Das Personal trug Mundschutz aber bei uns wurde in den Räumen davon abgesehen. Mein Mann durfte die ganze Zeit bei mir sein und mich auch auf der Wöchnerinnenstation einmal am Tag besuchen.<br />Leider durfte unsere Tochter nicht zu Besuch kommen, daher entschied ich mich früher nach Hause zu gehen und die U2 vom Kinderarzt bei uns zu Hause zu machen.<br />Im Wochenbett erlebten wir viel Ruhe für uns. Wenig Besuche halfen, uns erstmal als Familie einzufinden, uns kennenzulernen, und auch viel Zeit unserer großen Tochter zu schenken, um sich an die neuen Familienrollen zu gewöhnen.</p>
<h2>Ich habe das Gefühl das unser drittes Kind was Besonderes hat. Es trägt die Dankbarkeit in sich, die wir fühlen. Man sagt nach einem Sternenkind folgt ein Regenbogenkind, das vielleicht ein Stück vom Himmel mitbringt.</h2></div>
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		<title>Geplanter Kaiserschnitt</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 07:21:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtsberichte]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Selbstbestimmter Kaiserschnitt</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle reden von selbstbestimmter Geburt, aber scheinbar hört das Verständnis dafür bei einem geplanten Kaiserschnitt auf. Unfreundliche Kommentare (u.a. von einer Hebamme aus dem Krankenhaus, in dem ich entbunden habe) waren keine Seltenheit und jeder hat eine Meinung dazu. Es können nur sehr wenige, diese (meine!) Situation so annehmen wie sie ist.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Dabei kann ich sagen, dass ich eine wunderschöne, selbstbestimmte Geburt hatte.</h2>
<h2>Einen geplanten Kaiserschnitt.</h2>
<p>Um zu erzählen wie es dazu kam, muss ich etwas ausholen. Meine erste Tochter wurde 2017 geboren und damals hätte ich mir alles vorstellen können, aber niemals eine Geburt durch einen Kaiserschnitt. Ohne Schmerzmittel, sanft, die Lieblingsmusik im Hintergrund, am besten im Wasser. So sollte mein Kind zur Welt kommen. Der Tag der Geburt begann, wie ich es mir immer vorgestellt habe, am frühen Morgen mit Wehen. Badewanne hier, Spaziergang da, Besuch bei der Hebamme, nochmal Badewanne, irgendwann dann so starke Wehen, dass wir ins Krankenhaus gefahren sind. Der Muttermund war schon gut geöffnet, ab in den Kreißsaal. Und dann passierte, bis auf ewige, schlimme Wehen lange gar nichts. Das kleine, zierliche Baby hat den Weg ins Becken nicht gefunden und es kam zu einem Geburtsstillstand. Alle „Turnübungen“, alle Bemühungen halfen nichts. Am Ende wurden die Herztöne des Babys schlecht, das Fruchtwasser war grün und auch mein Blut zeigte erhöhte Entzündungswerte. Die Hebamme, die sich so viel Mühe gegeben hatte mich bei meiner natürlichen Geburt zu unterstützen, riet uns zu einem zügigen Kaiserschnitt.</p>
<h2>Angst, starke Schmerzen, aber auch die Vorfreunde auf unser Baby begleiteten uns in den OP-Saal.</h2>
<p>Dort ging dann alles recht schnell und das gesamte Team bereitete uns den Umständen entsprechend doch noch eine schöne Geburt. Mir und meiner Tochter ging es gut. Auch wenn ich mir alles anders vorgestellt habe, konnte ich die Situation gut annehmen und habe meinen Frieden damit gefunden.<br />Ungefähr drei Jahre später war ich wieder schwanger und dieses Mal stand schon recht früh die Frage im Raum, wie entbunden werden soll. So ganz konnte ich mir einen geplanten Kaiserschnitt noch nicht vorstellen, irgendwie wollte ich mir das Geburtserlebnis, welches ich beim ersten Kind durch die Wehen ja durchaus hatte, nicht nehmen lassen. Sowohl meine Gynäkologin als auch meine Hebamme wollten erst einmal abwarten und sehen, wie sich alles entwickeln würde. Bei einem gesunden und normal entwickelten Kind würde nichts gegen eine spontane Geburt sprechen. Aber genau das bereitete mir auch Sorgen.</p>
<h2>Was, wenn mein Körper das nicht kann? Was, wenn ich mich wieder so bemühe und es am Ende doch wieder mit einem Kaiserschnitt endet?</h2>
<p>Hin- und hergerissen wartete ich also ab und änderte ungefähr täglich meine Meinung. Die Schwangerschaft verlief nicht so wie geplant und vorgestellt, starke Übelkeit zu beginn, Einschränkungen wegen Corona, Rückenschmerzen und ein Kleinkind welches rund um die Uhr beschäftigt werden wollte. Ich hatte kaum Zeit mich auf mich, die Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt zu konzentrieren. Wirklich genießen konnte ich gar nichts. Dann war es soweit, die letzte Vorsorgeuntersuchung bei der Frauenärztin und die nun endlich zu klärende Frage, wie soll das Baby zur Welt kommen? Medizinisch würde nichts gegen den Versuch einer natürlichen Geburt sprechen, aber das Risiko, dass es wieder zu einem Geburtsstillstand und damit wieder zu einem Kaiserschnitt kommen würde, sei erhöht. Ich holte mir noch eine zweite Meinung aus meinem Wunschkrankenhaus ein und traf dann endlich die Entscheidung, es soll ein geplanter Kaiserschnitt werden. Durch die damalige Coronalage war es dem Partner zu diesem Zeitpunkt nur bei einem geplanten Kaiserschnitt erlaubt mit in den OP zu gehen. Wäre es wie beim ersten Mal also unter der spontanen Geburt zu Komplikationen gekommen, hätte ich alleine zum Kaiserschnitt gemusst. Das war für mich absolut unvorstellbar. In dieser Situation unter Schmerzen, Aufregung und Angst ohne meinen Mann zu sein. Also stand nun der Geburtstermin fest und bei mir hat es Klick gemacht. Ab diesem Tag habe ich meine Schwangerschaft noch einmal so richtig genießen können. Wir haben alle nicht notwendigen Termine abgesagt, um die Zeit voll und ganz zu dritt zu genießen.</p>
<h2>Ich habe mir Auszeiten nur für mich genommen und ich eine wahnsinnige Erleichterung verspürt. Endlich war die Entscheidung getroffen, mir ging es gut und ich habe mich auf die Geburt gefreut.</h2>
<p>Den Tag vor dem Kaiserschnitt haben wir wunderschön zu dritt verbracht. Mein Mann und ich mussten in die Klinik, um einen Corona Test machen zu lassen, sowie noch einige Voruntersuchungen und Aufklärungsgespräche für OP und Narkose. Das Ganze ging recht schnell und so konnten wir den Sommertag mit unserem großen Mädchen schön ausklingen lassen. Es wurden Wasserbomben gemacht, im Garten gespielt und natürlich einen Geburtstagskuchen fürs Baby gebacken. Wir haben uns bewusst ein letztes Mal ganz intensiv nur um unsere Tochter kümmern können.<br />Dann kam der Tag der Geburt. Mit einem verrückt gemischten Gefühl aus Aufregung, Vorfreude aber auch Respekt vor der Operation machten wir uns früh am Morgen auf den Weg ins Krankenhaus, natürlich nüchtern. Wir wussten, dass wir heute unser Baby kennenlernen würden. Übrigens haben wir uns mit dem Geschlecht überraschen lassen und ich war mir zu 98% sicher, dass wir an diesem Tag einen Jungen in unserer Familie willkommen heißen würden.<br />Im Krankenhaus angekommen mussten wir zunächst zur Anmeldung und dann weiter in den Kreißsaal. Dort begrüßte uns die Hebamme und eine Praktikantin, die uns den kompletten Tag zur Seite standen.<br />Mir wurde ein venöser Zugang gelegt, Thrombosestrümpfe angezogen und noch ein MRSA Abstrich durchgeführt. Letzte Fragen wurden geklärt und ein bisschen gequatscht. Wir haben uns wirklich wohl und gut aufgehoben gefühlt. Da ich die erste geplante OP an diesem Tag sein sollte, wurde ich auch recht schnell abgerufen. In der OP-Schleuse lernte ich die Anästhesie-Pflegekraft kennen und die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, bevor es in den Saal ging. Mein Mann und meine Hebamme waren stets an meiner Seite. Im OP wurde dann die Spinalanästhesie, sowie ein Blasenkatheter gelegt und kurz darauf ging es los. Der Anästhesist, mein Mann und die Hebamme hielten mich auf dem Laufenden was gerade so passiert, nahmen mir alle Ängste.</p>
<h3>Und dann war sie schon da. Unser perfektes kleines Babymädchen. Ja, es war ein Mädchen.</h3>
<p>Mein Gefühl hat mich also getäuscht. Nach einer kurzen Schrecksekunde, weil ich ja so sehr mit einem Jungen gerechnet habe, war die Freude riesengroß. Noch im Kreißsaal wurde mir eine Art Bauchgurt umgelegt, da wurde unser Baby reingesteckt und wir konnten direkt bonden und kuscheln. Während mich die Ärzte nähten, wurden also die ersten Still-Versuche unternommen und das Mädchen bestaunt. Ich musste sie keine Sekunde hergeben, selbst beim Umlagern von OP-Tisch auf mein Bett und die Fahrt zurück in den Kreißsaal war sie die ganze Zeit bei mir unter eine warme Decke gekuschelt. Dies ist eine Sache, die ich auf alle Fälle im Vorfeld klären und im Zweifel auch drauf bestehen würde, denn leider gibt es immer noch viele Kliniken die das direkte bonden nach Geburt nicht möglich machen.<br />Zurück im Kreißsaal haben wir dann in Ruhe das erste mal richtig gestillt, die Hebamme hat uns angeleitet und geholfen. Ich wurde frisch gemacht und durfte etwas essen und trinken. Und auch mein Mann durfte nun endlich das Babymädchen kuscheln. Da die Anästhesie so langsam nachließ, bekam ich direkt noch etwas gegen die aufkommenden Schmerzen und die U1 wurde durchgeführt. Nach ca. 3 Stunden im Kreißsaal wurden wir dann auf Station gebracht. Die ersten Stunden und Tage nach der Geburt ist man noch ziemlich eingeschränkt durch die Schmerzen, man benötigt auf jeden Fall Hilfe bei der Mobilisation und auch mit dem Baby, so war es mir am Anfang zum Beispiel nicht möglich selbst zu wickeln oder das Babymädchen aus ihrem Beistellbett zu heben. Dies hat dann mein Mann oder eine Krankenschwester übernommen. Man darf einfach nicht vergessen, dass es sich bei einem Kaiserschnitt um eine große Bauch OP handelt, mit all ihren Risiken und Nachteilen. So kam es für uns eben nicht in Frage am gleichen Tag noch nach Hause zu gehen. In der Regel sind vier Nächte im Krankenhaus Standard, ich durfte nach drei Nächten schon gehen, da es mir, trotz anfänglicher Schwierigkeiten (sehr starker Wochenfluss, Kreislaufprobleme bei Erstmobilisation und natürlich Schmerzen) ganz gut ging und ich auch auf die Entlassung bestanden habe.</p>
<h2>Mein Ratschlag nach Kaiserschnitt: langsam machen, nichts überstürzen und nicht scheuen nach Schmerzmitteln zu fragen.</h2>
<p>Zu Hause konnten wir uns dann komplett erholen. Ich durfte das Wochenbett richtig auskosten, mein Mann hat sich um das große Kind und unser Wohlbefinden gekümmert, meine Hebamme hat regelmäßig nach uns geschaut, meine Narbe kontrolliert und letzten Endes dann auch die Fäden gezogen.<br />Ob ich bei einer dritten Schwangerschaft wieder so entscheiden würde weiß ich nicht. Aber für diese Situation und diese Schwangerschaft war es die absolut richtige Entscheidung.<br />Wir hatten eine wunderschöne Geburt.</p></div>
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		<title>Geburt im Geburtshaus</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2022 07:15:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Geburt im Geburtshaus</h1>
<h2></h2>
<h2></h2>
<h2>Ich denke immer mit so viel Freude an die Geburt meiner ersten Tochter im Geburtshaus, deswegen möchte ich dieses Erlebnis gerne mit euch teilen.</h2>
<p>Am errechneten Termin Valentinstag 2019 setzten um Mitternacht bei mir die Wehen ein. Sie kamen alle fünf Minuten.<br />Damit er noch etwas Schlaf bekommt, habe ich meinen Freund nochmal ins Bett geschickt und mich selbst in die Badewanne gelegt. Dort habe ich mit meiner Regenbogen Meditation versucht zu entspannen. Nach ungefähr zwei Stunden hat sich mein Schleimtropf gelöst und meine Wehen kamen nun schon alle zwei Minuten.<br />Ich habe meine Hebamme angerufen und mit ihr besprochen, dass wir uns nun auf den Weg ins Geburtshaus machen, da wir noch eine Stunde bis dorthin nach Arnstorf fahren mussten.<br />Um 6 Uhr morgens kamen wir dort an. Die Wehen wurden nun für mich auch deutlich anstrengender und jede Wehe wurde schmerzhafter.<br />Um 9 Uhr war mein Muttermund komplett geöffnet, doch leider waren meine Wehen sehr kurz, so dass die gesamte Austreibungsphase noch weitere drei Stunden dauerte. Doch endlich war es geschafft. Wir wurden Eltern und hielten unsere gesunde Tochter, mit stolzen 3800g in den Armen.<br />Ich hatte keinerlei Geburtsverletzungen und auch das Stillen hat auf Anhieb wunderbar geklappt.<br />Ich habe mich zu jeder Zeit während und nach der Geburt wunderbar betreut gefühlt. Dieses Geburtshaus ist auch wirklich ein besonderer Ort. Wir durften dort nach der Geburt noch vier Tage bleiben, uns kennen lernen und zu dritt schmusen. In einem abgelegenen Häuschen, ein Ort der Ruhe, wurden wir mit Frühstück versorgt und eine Hebamme stand uns rund um die Uhr zur Seite.</p>
<h3>Das Foto ist dort entstanden und ich liebe es.<br />Ich wünsche allen Frauen auch so eine selbst bestimmte und wundervolle Geburt wie ich sie hatte.</h3></div>
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		<title>Ambulante Geburt</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2022 12:18:51 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Ambulante Geburt</h1>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Es war Mittwoch</h2>
<p>der 19. Februar, neun Tage vor ET, als ich zum ersten Mal andere Wehen bemerkte, als die Übungs- und Senkwehen, die ich bereits kannte. Sie kamen genau so schnell, wie sie aber auch wieder gingen. Kurz vor dem Schlafen gehen nochmal etwas stärker und ich hatte schon Hoffnung, dass ich bald mein kleines Wunder in den Armen halten darf. Dann war der nächste Morgen da und alle Wehen weg. Ein paar Stunden später begann dasselbe Spiel von vorne. Gegen Abend wurden die Wehen wieder stärker, diesmal wurde ich auch nachts mehrmals wach, aber in der Früh war alles wieder vorbei. Und auch diesmal war es den ganzen Tag und die folgende Nacht gleich. Schon etwas ungeduldig rief ich meine Hebamme an, die mir sagte, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis es losgeht, weil ich mich offensichtlich in der Latenzphase befinde, welche mich und meinen Körper auf die Geburt vorbereitet.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="454" height="227" src="https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/ambulante.jpg" alt="Ambulante Geburt" title="ambulante" srcset="https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/ambulante.jpg 454w, https://natuerlich-entwickeln.de/storage/2022/05/ambulante-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 454px) 100vw, 454px" class="wp-image-242265" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Okay, es würde also ernst werden</h2>
<p>Am Nachmittag sind wir noch eine große Runde spazieren gegangen, jedoch mit mehreren Pausen und abends gab’s noch selbstgemachte Pizza und Schokoladenkekse. Ab ca. 18 Uhr habe ich begonnen, die Wehen mit einer App mitzustoppen. Ca. 7 Minuten lagen zwischen jeder Wehe und sie dauerten immer etwa eine Minute lang. Wir sahen eine Serie und bei der ein oder anderen Wehe musste ich mich schon bei meinem Freund festhalten und etwas tiefer aus- und einatmen als sonst. Als gegen 22 Uhr aber immer noch alles ziemlich gleich war, beschlossen wir schlafen zu gehen. Während mein Freund duschte, wollte ich mich noch umziehen, plötzlich wurden die Wehen aber viel stärker und ich wusste nicht mehr wie ich sitzen oder gehen sollte. Er kam aus dem Bad und wusste, dass wir uns auf den Weg machen mussten. Vorher lüfteten wir aber noch die Wohnung und mein Freund trank in Ruhe einen Kaffee.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Vor dem Start machten wir noch ein letztes Foto von uns, wissend, dass wir die Wohnung beim nächsten Mal schon zu dritt betreten werden</h2>
<p>Am Nachmittag sind wir noch eine große Runde spazieren gegangen, jedoch mit mehreren Pausen und abends gab’s noch selbstgemachte Pizza und Schokoladenkekse. Ab ca. 18 Uhr habe ich begonnen, die Wehen mit einer App mitzustoppen. Ca. 7 Minuten lagen zwischen jeder Wehe und sie dauerten immer etwa eine Minute lang. Wir sahen eine Serie und bei der ein oder anderen Wehe musste ich mich schon bei meinem Freund festhalten und etwas tiefer aus- und einatmen als sonst. Als gegen 22 Uhr aber immer noch alles ziemlich gleich war, beschlossen wir schlafen zu gehen. Während mein Freund duschte, wollte ich mich noch umziehen, plötzlich wurden die Wehen aber viel stärker und ich wusste nicht mehr wie ich sitzen oder gehen sollte. Er kam aus dem Bad und wusste, dass wir uns auf den Weg machen mussten. Vorher lüfteten wir aber noch die Wohnung und mein Freund trank in Ruhe einen Kaffee.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Ich sehnte mich langsam nach Unterstützung und wollte einfach nicht mehr allein sein</h2>
<p>Die Tür zum Kreißsaal öffnete sich und meine Hebamme stellte sich bei mir vor. Ich fühlte mich sofort unglaublich aufgehoben bei ihr und wusste, dass sie die beste Begleitung für die Geburt sein würde. Bis mein Freund da war tupfte sie mir die Stirn kühl hab, hielt meine Hand, streichelte meinen Rücken, gab mir zu trinken und machte mir Mut. Sie zeigte mir verschiedene Positionen. Der Vierfüßlerstand erleichterte mir den Schmerz und den starken Druck, den ich nach unten spürte, kurz und meine Hebamme bat mir auch an mich zu akupunktieren. Weil ich auch in der Schwangerschaft akupunktiert wurde, nahm ich das gerne an. So ging es dahin und ich versuchte eine Wehe nach der anderen zu veratmen. Der Muttermund öffnete sich jedoch nicht wirklich und ich wurde langsam ungeduldig und erschöpft. Auf eine PDA wollte ich immer verzichten, doch irgendwann konnte ich nicht mehr. Da ich selbst Krankenschwester bin, wusste ich dass mir kein Schmerzmittel der Welt bei diesem Schmerz helfen kann und so bat ich um die PDA. Meine Hebamme rief die Ärztin an und untersuchte nochmal den Muttermund.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>„Katharina, ich habe gute Nachrichten! Du brauchst keine PDA, der Muttermund ist bei 7cm!“</h2>
<p>Ich war vor Freude außer mir, aber nur kurz, denn der Schmerz war ja trotzdem noch da. Um mir etwas Druck zu nehmen, schlug sie vor, mir die Fruchtblase aufzustechen, welche zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht geplatzt war. Es gab mir für einen kurzen Moment Erleichterung. Irgendwann war ich nur noch wie in Trance, war vollkommen bei mir und dem Schmerz, aber auch wissend, dass ich bald mein Wunder halten würde. Mein Partner war mir eine riesen Stütze, aber ich nahm ihn kaum noch war. Mein bester Freund war das Seitenteil des Bettes, an das ich mich nach jeder Wehe klammerte. Meine Hebamme war während der gesamten Geburt da und mir eine unglaubliche Stütze. Irgendwann sollte ich mein Bein anwinkeln (ich war schon wieder einige Zeit in Seitenlage, weil ich keine andere Position mehr tolerierte) und durfte endlich pressen. Das Gefühl war unglaublich. Wie in allen Filmen gesehen, hatte ich erwartet, dass mein Baby nach zwei Presswehen da ist. Naja, es waren einige mehr. Es kam mir vor wie Stunden und die Kraft verließ mich irgendwann, mein Freund hielt bereits mein Bein, weil ich selbst schon zu schwach war. Und irgendwann sagte meine Hebamme, dass sie jetzt die Ärztin holen würde und ich wusste, dass es soweit ist. „Noch einmal richtig pressen.“ Und ich nahm all meine Kräfte zusammen und presste um mein Leben.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Plötzlich spürte ich eine enorme Erleichterung und sah einen kleinen Kopf. Mein kleiner Schatz begann bereits zu Schreien</h2>
<p>Und ich presste ein letztes Mal, bis er dann endlich bei mir auf der Brust liegen durfte. Mein Wunder erblickte am 22.02.2020 um 13:50 das Licht der Welt. Dieses Gefühl werde ich nie im Leben vergessen, diese unendlichen Glücksgefühle. Wir ließen die Nabelschnur auspulsieren, bevor mein Freund sie durchtrennte. Nach einigen Stunden kennenlernen und grünem Licht der Hebamme und Ärztin durften wir das Krankenhaus verlassen und unsere erste Nacht zuhause verbringen. Ich fühlte mich fit und voller Energie.</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Meine Geburt war eine Bilderbuchgeburt und ich wünsche jeder Frau so etwas Wunderschönes erleben zu können.</h2></div>
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